Nach der Schließung der Firma Zanker 1995 trafen sich ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zum Austausch von Erfahrungen mit den Ämtern, zur Weitergabe von Informationen und zur gegenseitigen Unterstützung. Seit 1998 ist der Tübinger Arbeitslosen Treff TAT e.V. ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seine finanzielle Unterstützung von der Stadt Tübingen, dem Diakonischen Werk Württemberg und beiden Kirchen erhält. Eine Sozialarbeiterin steht den Erwerbslosen und (prekär) Beschäftigten mit Rat und TAT am Telefon oder im persönlichen Gespräch zur Seite. Der TAT e.V. versteht sich als Eigeninitiative von Erwerbslosen für Menschen mit und ohne Arbeit. Er bietet einen Raum, in dem Arbeitslosigkeit nicht peinlich ist und erst recht nicht als selbstverschuldet angesehen wird.
Auf Podien und anderen öffentlichen Veranstaltungen, im Beirat der ARGE Tübingen und im Gespräch mit Entscheidungsträgern sprechen wir deutliche Worte über die sich verschlechternde Situation der Betroffenen. Zusammen mit dem Tübinger Bündnis gegen Sozialabbau und der Tübinger Kreisarmutskonferenz formulieren wir Forderungen wie die Einrichtung von kommunalen Schulfonds in Stadt und Landkreis oder realistische und transparente Richtlinien für die Festlegung der Unterkunftskosten. Die sog. Hartz-Gesetze führen zu Verunsicherung, Ausgrenzung und Entrechtung bei Erwerbslosen wie Erwerbstätigen. Sie sind aber nur ein Aspekt des gesamten Sozial-, Lohn- und Demokratieabbau der letzten Jahre. Dagegen wehren wir uns.